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  • Elley Tung

Lichtverschmutzung


In der jährlichen Welt-Klimakonferenz wird der Klimawandel zum Thema gemacht. Umweltprobleme wie Hochwasser, höherer Meeresspiegel, Hitzewellen und schmelzende Gletscher werden heftig diskutiert. Allerdings haben sich die Klimaexperten und -Expertinnen mit dem Problem Lichtverschmutzung bisher kaum auseinandergesetzt. Der sternenübersäte Himmel wird vom Lichtsmog vernebelt. Die Milchstraße ist für viele sogar ein Fremdwort. Die immer stärker beleuchteten Städte haben schädliche Folgen für Tiere und Pflanzen. Heute möchte ich gern meine Gedanken zum Thema Lichtverschmutzung teilen.


In einer Großstadt wie Hongkong, deren wirtschaftliche Entwicklung ganz im Vorrang steht, dürfen vielfältige Formen von Werbungen nicht fehlen. Die riesengroßen Bildschirme an den Gebäuden sind zurzeit ein Hit. VIele Künstler und Künstlerinnen sind dadurch bekannt oder noch bekannter geworden. Ihre Videos werden von morgens bis in die späte Nacht gezeigt. Kommst du am Abend an dem Bildschirm vorbei, wirst du bestimmt von der prächtigen Ansicht und der fröhlichen Stimmung beeindruckt. Aus diesem Grund nimmt das Licht auf der Welt immer mehr zu. Das Licht hilft den Menschen, dass sie in der Nacht sehen können. Das Licht fasziniert Menschen auf einem Konzert. Das Licht hilft dabei, dass Menschen ihre Lebensqualität erhöhen. Außerdem tragen die strahlenden Werbeschilder viel zu der angekurbelten Wirtschaft bei. Das Licht dürfte an einem Ort, wo es Menschen gibt, wohl nicht mehr fehlen.


Eine ähnliche Aktion wie Die Earth Night "Licht aus!" findet einmal pro Jahr in Hongkong statt. Bei der Teilnahme wird man aktiv dazu aufgefördert, das Licht von 20.30 bis 21.30 Uhr auszuschalten. Allerdings habe ich an der Auswirkung dieser einen-Stunde-lang-alle-365-Tage-Aktion Zweifel.


Ab 21.30 Uhr kommt man bereits erfolgreich aus der Aktion heraus. In der Stunde können wir zwar Strom sparen, aber die Nachtinsekten müssen nach dieser Aktion wieder unter dem hellen Licht leiden. Erst wieder im nächsten Jahr werden ihnen nochmal 60 Minuten lang ihr dunkles Leben gegönnt.


Einem Bericht im Internet zufolge kann das Kunstlicht einer Straßenlaterne Nachtfalter zur Erschöpfung bringen, indem das Licht die gesamte Köcherfliegen-Population innerhalb von 200 Meter anzieht. Der Bericht macht auch deutlich, dass Pflanzen Dunkelheit brauchen, um sich zu erholen und kaputte Blätter zu reparieren. In einer Stadt, wo das Leben des Menschen sowohl vielfältig als auch dynamisch ist, müssen Insekten und Pflanzen um ihr Leben knallhart kämpfen.


Im Großen und Ganzen passt eine stockdunkle Nacht meiner Ansicht nach nicht genau zu der Menschheit. Das Leben der Nachtinsekten wird weiterhin zugrunde gehen. Man kann es drehen und wenden, wie man will. Mesnchen sind in der Tatsache intelligente Lebewesen. Nur mit dem Licht können Menschen in der Nacht richtig leben. Darüber hinaus sind die Menschen fähig, ihre Lebensqualität zu verbessern. Es sei denn, der Menschheit wird die verheerende Auswirkung, die sie momentan auf Nachtinsekten und Pflanzen durch Lichtverschmutzung ausüben, bewusst und die Menschen setzen sich ernsthaft an eine Lösung. Wichtig wäre dabei, dass alle an einem Strang ziehen und die Maßnahmen konsequent durchziehen. So würde eines Nachts vermutlich ihre Nacht nicht mehr geraubt.

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